Sonntag, 6. September 2015

Cesarean sunday #4: Beyond the pink cloud - behind a new mother's bathroom door

Ende Juli, als meine Wochenbettdepression und das Geburtstrauma ihren Höhepunkt erreicht hatten, habe ich ein paar Tage in Finnland verbracht. Um mir zu helfen, das Erlebte loszulassen und mich von allem zu erholen, hat sich meine liebe Freundin Anette Markula bereit erklärt, ein paar besondere Fotos von mir zu machen. Die Ergebnisse möchte ich euch nun stolz präsentieren.

6 Monate Tony

Am 15. August war es soweit: unser kleiner Junge, unser Baby, feierte seinen halben Geburtstag. EIN HALBES JAHR ist er nun alt und ich frage mich nur, wo die Zeit geblieben ist. Um euch eine Übersicht zu geben und Tonys Wachstum zu verfolgen, habe ich Kategorien zusammengestellt, die ich nun jeden Monat ausfüllen werde:

Montag, 17. August 2015

Der 4th Trimester Bodies Vorfall und was ich daraus gelernt habe

~It's hard to light a candle, easy to curse the dark instead~ (Nightwish)


Am 12. August ging es für mich und Tony Richtung Berlin, um bei einer Fotosession des Fourth Trimester Bodies Project mitzuwirken. In der Zeit zwischen unserer Ankunft und dem Fotoshooting trafen wir uns mit einer neuen Freundin und ihrem süssen, kleinen Jungen. Nach einem wunderbaren Treffen verabschiedeten wir uns wieder und stiegen pünktlich in die S-Bahn Richtung Fotolocation - doch Bauarbeiten am Gleis verursachten eine Verspätung und, dass die Bahn bestimmte Haltestellen auslassen musste, so auch die, wo ich hätte umsteigen müssen, um noch pünktlich zu kommen. Erst war ich nur 15 Minuten zu spät, dann 30 und bald über eine Stunde, als ich eine SMS von den Projektleitern bekam,

Montag, 10. August 2015

Kaiserschnittsonntag (der hier immer auf einen Montag fällt...) #3: 5 Wege zu erfolgreichem Bonding nach Schnittentbindung

Es ist kein Geheimnis, dass nach einem Kaiserschnitt das Bonding nach der Geburt anders und oft leider weniger intensiv abläuft als nach einer vaginalen Entbindung. Doch ist es nicht zu spät, eine solch enge Bindung zum eigenen Baby aufzubauen. Ich habe 5 Wege gesammelt, welche nach der Geburt den Bondingprozess erleichtern.

1. Skin to skin

Hautkontakt ist sehr wichtig für das Neugeborene und auch nach Kaiserschnitt sollte man nach der Geburt so bald wie nur möglich darauf bestehen. Doch auch im Wochenbett und darüber hinaus ist es ein wichtiger Faktor, um die Mutter-Kind-Bindung intensiv zu verstärken.

2. Co-sleeping

Ob wie bei uns im Familienbett oder mit eigenem Bett im Elternzimmer, sein Kind auch nachts bei sich zu haben hilft, sein Kind auch im Schlaf umso besser kennen zu lernen und auch zur Schlafenszeit optimal auf seine Bedürfnisse zu reagieren. Ganz viel Kuscheln garantiert!



3. Tragen

Mein Lieblingspunkt! Sein Baby so nah bei sich zu haben und es Herz an Herz zu spüren und ihm Geborgenheit zu schenken, ganz aus eigener Kraft, ist vor allem nach Schnittentbindung unbezahlbar.



4. Die Fütterungszeit geniessen

Egal ob man stillt oder nicht, stärkt es die Bindung enorm, wenn man sich während der Fütterungszeit komplett auf diesen innigen, tollen Moment konzentriert und einlässt. Das Gefühl, seinem Kind das geben zu können, was es braucht und seine kleinen Gesten zu beobachten, die sagen "Danke Mama!", stärkt die Bindung ganz bestimmt.



5. Baderitual

Der einzige Punkt, den ich selber noch nicht ausprobiert habe, den ich aber sehr schön finde. Lasse jemanden dir dein frisch gebadetes, nasses Baby auf die Brust legen und mach es dir so ein paar Minuten oder sogar Stunden gemütlich. Dies soll das Gefühl rekonstruieren, das nach einer Vaginalgeburt entstanden wäre und das kann sehr heilend sein.

Macht's euch hübsch!
Eure Viivi

Donnerstag, 6. August 2015

Weltstillwoche: Unsere Stillgeschichte

Eine schöne Weltstillwoche allerseits! Welch wunderbarer Anlass, einmal unsere Stillgeschichte mit euch allen zu teilen :)

Nach den Erzählungen derer, die im Kreissaal mit dabei waren, habe ich Tony bereits gestillt, als ich narkosebedingt noch nicht ganz da war. Das allererste Mal andocken fiel ihm schwer, denn er hatte so viel Brust im Gesicht, dass das Finden des Nippels schier unmöglich schien und als er ihn gefunden hatte, wusste er nicht wirklich, was er damit sollte. Als also das erste Mal anlegen nicht so klappte wie gewünscht, rief ich: "Vielleicht kann ich auch gar nicht stillen!", doch die Hebamme sagte nur "JEDE FRAU KANN STILLEN!" Und so auch ich, wie sich nach ein paar Minuten doch zeigte.

Die ersten Wochen war Andocken noch immer nicht wirklich Tonys Lieblingsbeschäftigung. Er war ein sehr unruhiger, zappeliger Trinker und wenn er denn den Nippel mal gefunden hatte, wurde der sofort wieder ausgespuckt und erneut wie wild an mir herumgesucht. Er brauchte noch immer eine Weile, um zu verstehen, dass er für sein Essen von nun an etwas tun musste. In dieser Zeit hatte er ebenfalls seine Lieblingsbrust. Er würde nur links trinken und ich würde Stunden damit verbringen, ihn rechts anzulegen, damit er diese Brust auch entleert.
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass Stillen am Anfang komplett schmerzlos ist. Beide Brüste waren schwer, empfindlich und spannten, rechts blutete sogar die Brustwarze und jedes Mal, wenn Tony dort andockte, brannte es wie Feuer. In dieser Zeit dachte ich ernsthaft: "Das tut so weh, ich kann das nicht mehr, ich stille jetzt ab!"  - doch solche Gedanken verflogen sofort wieder, sobald Tony mir satt und zufrieden an der Brust einnickte.

Mit jeder Woche fiel das Stillen leichter und nun sind wir schon 6 Monate lang dabei und planen nicht, in naher Zukunft aufzuhören. Natürlich fangen wir trotzdem mit der Beikost an, da Tonys Nährstoffbedarf mit 6 Monaten deutlich über dem liegt, was ich ihm geben kann, wenn ich nicht 24/7 füttern will, und da er nächstes Jahr in die Krippe geht. Bin ich nervös? In gewisser Weise ja, ich habe Angst, dass er sich in null komma nichts selbst abstillt, da er so verrückt nach allem Essbaren ist. Wenn wir jetzt abstillen müssten, wäre ich sehr unglücklich, denn erst kürzlich habe ich gemerkt, wie wenig ich unsere gemeinsamen Stillmomente gewürdigt und genossen habe. Ich brauche mehr Zeit, um dies noch ausreichend zu tun. Das Stillen gibt mir so viel von dem zurück, was man mir unter Tonys Geburt genommen hat. Es heilt mich. Und ich hoffe, dass Tony diese besondere Nähe und Magie auch fühlt und wir noch eine ganze Weile weiterstillen können, bis einer von uns nicht mehr möchte.

Photo by Anette M.

Eure Viivi

Montag, 3. August 2015

Neue Serie: Fortunate Finland

Juchu, eine neue Serie! Von jetzt an gibt es jeden Donnerstag etwas über das Land meiner Träume zu lesen.
Warum das denn? Ich habe eine besondere Beziehung zu diesem kleinen, süssen Land dort oben und war von 2009 an jedes Jahr dort und habe dort sogar eine ganze Weile gelebt.
Wie passt das zu fortunatechild? Vom 22. August bis letzten Freitag war ich in Finnland, bei einer meiner engsten Freundinnen. Dort merkte ich, dass mir der Aufenthalt dort unheimlich geholfen hat, meinen Frieden mit meiner Geburtserfahrung zu machen und mich noch besser in meine neue Rolle als junge Mutter einzufinden. Finnland ist meine persönliche Art von Therapie und ich möchte ein Teil des Gefühls, das mich überkommt, wenn ich dort bin, teilen. Zudem hat Finnland ein paar einzigartige Facetten parat, die es wert sind, geteilt zu werden :)

Nationalpark Torronsuo

Eure Viivi

Sonntag, 2. August 2015

Kaiserschnitt-Sonntag #2: Was passiert bei einem Kaiserschnitt?

Ich schreibe viel darüber, dass ein Kaiserschnitt kein Zuckerschlecken und vor allem aber eine sehr grosse Operation ist. Daher möchte ich heute zeigen, was da nun eigentlich passiert. Dafür habe ich mir zwei Videos als auch einen Link ausgesucht. Wenn ihr kein Blut sehen könnt oder anderweitig Probleme hat, sich solches Material anzusehen, sollte den Post heute überspringen.
Viel Spass!





Und der Link (OBS! Hier geht es um die Misgav-Landach Methode, jene, die heute am häufigsten durchgeführt wird.): http://www.nesacademy.org/downloads/g_u_g.pdf

Eure Viivi

Sonntag, 12. Juli 2015

Kaiserschnitt-Sonntag #1: Warum ich unter meiner Geburtserfahrung leide

Um ehrlich zu sein, ich konnte mich Dienstag nicht aufraffen, einen Post zu schreiben. Darum steige ich nun ein, am Geburtshilfe-Sonntag, Kaiserschnitt-Sonntag, wie immer ihr ihn nennen wollt.
Ich möchte heute darüber schreiben, warum ich unter meiner eigenen Geburtserfahrung, die vor allem durch den ungeplanten Kaiserschnitt geprägt wurde, leide und hoffe dadurch, dass es Aussenstehenden hilft zu verstehen, warum mich dieses Thema so beschäftigt und warum man Kaiserschnittfrauen nicht einfach so abstempeln sollte.

Vielleicht liegt es in meinem Fall nicht am Kaiserschnitt an sich, aber an den Umständen, unter denen er stattgefunden hat. Dennoch gibt es auch Dinge zum Thema Kaiserschnitt, die ich problematisch finde und bewusst ablehne, dazu in Zukunft mehr.
Meine Schwangerschaft war super, abgesehen von Morgenübelkeit konnte ich wirklich nicht klagen. Daher machte ich mir kaum Gedanken um eine Schnittentbindung, informierte mich daher auch nicht ausreichend. Ein gravierender Fehler meinerseits. Ich ging davon aus, dass man aufgrund meines positiven Schwangerschaftsverlaufs im Krankenhaus automatisch annehmen würde, dass ich fähig sei, mein Kind selbstbestimmt auf natürlichem Wege zu gebären und man nicht sofort nach einem Kaiserschnitt schreien würde, wenn es mal etwas langsamer vorangeht. Dass man mich so ins kalte Wasser werfen würde, wie es letzendlich der Fall war, hatte ich nicht erwartet.

Bei ausreichender, medizinischer Indikation ist der Kaiserschnitt wohl in der Tat ein Segen und ist weitesgehend als lebensrettende (Notfall)massnahme anerkannt, doch wird er auch immer wieder als "sichere" Alternative zur vaginalen Entbindung empfunden. Vor allem für grosse Krankenhäuser, die einen Ruf zu verlieren haben, ist diese eindeutig falsche, gesellschaftliche Empfindung von Vorteil (für die selbstbestimmte Geburt in diesem Sinne natürlich von Nachteil), da sie vor allem rein rechtlich und rein finanziell Profitpotential birgt. Mit einer Rate von etwa 32% aller Entbindung in Deutschland (mit gravierenden, regionalen Unterschieden!) wird diese grosse, riskante Unterleibsoperation zum Routineeingriff.

Und dennoch wird man als Kaiserschnittmutter noch immer häufig verurteilt und steckt sowohl von anderen Müttern als auch als Partner einer solchen von den Herren der Schöpfung zum Teil unsägliche Kommentare ein. In einer Gruppe von Müttern läuft das wie folgt ab: "Und, wie war deine Geburt?" -"Nach X Stunden Wehen musste leider ein Kaiserschnitt gemacht werden." -"Oh, du Arme! Also ich habe spontan entbunden!" Und dann wird man mit einem Gemisch aus Mitleid aber auch irgendwie überheblich angesehen und es wird der Kaiserschnittmutter, die meist nichtmal etwas für die Art ihrer Entbindung kann, unter die Nase gerieben, wie wunderschön es doch ist, zu hören "Das Köpfchen ist schon da!" oder wie triumphal es sich anfühlt, die letzte Presswehe hinter sich zu bringen. Wahrscheinlich liegt dem jedoch zugrunde, dass viele Menschen einfach nicht wissen, dass Kaiserschnittmütter, wenn die Entbindung ungeplant in den OP verlegt wurde, meist hochsensibel auf derlei Erzählungen reagieren. Ein weiteres Thema ist unter Müttern auch der Beckenboden: "Also, ich tropfe ja immer noch, das ist ja schrecklich! Da hast du Glück, dass du einen Kaiserschnitt hattest, dein Beckenboden ist dann ja wenigstens noch intakt!" Das ist ein grosser Irrtum. Auch Kaiserschnittmütter haben eine Mehrbelastung des Beckenbodens erlebt und auch der muss wieder intakt gebracht werden. Ich kann nur sagen, ich tropfe gelegentlich auch nach 5 Monaten voll mit Yoga und Rückbildung noch und ich bin zarte 19 Jahre alt.
Noch härter jedoch wird mit dem Partner der Kaiserschnittmutter umgegangen. Unter Männern sind Scherze auf Kosten anderer wohl eher an der Tagesordnung als unter Frauen, häufig ist das sogar ganz lustig, doch auch vor dem sensiblen Thema der Geburt des eigenen Kindes wird oft nicht Halt gemacht. So wird in heiterer Runde erzählt: "Als meine Frau in den Wehen lag, hab ich nur da gesessen und mir einen Kaiserschnitt gewünscht. Deine Freundin hatte doch einen, oder? Man, die muss noch traumhaft eng sein. Bei uns ist das jetzt Vergangenheit." Zumeist lächelt der Partner dann verlegen und weiss, dass besagte Mutter im "Zustand nach Sektio" wohl von diesem Kommentar besser keinen Wind bekommt.
Alles in allem wird einem durch diese Art des Umgangs durch andere Menschen nur das bestätigt, was man sich selbst ohnehin schon vorwirft: Ich habe mein Kind nicht geboren. Ich habe in der einen Sache versagt, die ich als Frau können sollte.

Man fühlt sich, als sei man nicht dabei gewesen und in meinem Fall war es so: ich war nicht dabei. Etwas, was mir sehr zu schaffen macht. Nach zwei erfolglosen Versuchen, mir eine PDA zu legen, bekam ich eine Vollnarkose. Ich habe Tony weder gesehen, noch gehört, als er aus mir herausgehoben wurde, ich habe nichts mitbekommen. Und durch die Nachwirkungen von der Narkose, war ich auch nicht ganz da, als wir unsere ersten gemeinsamen Momente verlebt haben. Ich wurde von meinem Baby getrennt, keine Mutter sollte nach der Geburt von ihrem Nachwuchs getrennt werden, nicht eine Sekunde. Ich war gezwungen, das zu glauben, was man mir über Tonys Geburt, seine ersten Momente und sogar über das erste Kuscheln und Stillen erzählte, denn selbst habe ich keinerlei Erinnerung daran. Ich war nicht dabei. Und ich hatte keine Wahl.
Ich hatte so auf den Moment hin gelebt, die erste zu sein, die unseren Sohn in die Arme schliesst und ihm signalisiert: "Jetzt bist du da und wirst geliebt!", doch das wurde mir genommen. Als ich ihn das erste Mal in die Arme geschlossen habe war es laut Krankenhausakte 10:10 Uhr - er war also schon eine halbe Stunde alt und wurde bereits von gefühlten tausend Leuten berührt.

Fragt man eine Mutter, die spontan entbinden oder während ihres Kaiserschnitts wach bleiben durfte, hört man immer wieder, wie es gewesen ist, als sie ihr Baby zum ersten Mal gesehen, gehalten, gehört oder gerochen hat. Ich habe solche Erinnerungen nicht. Ja, ich hatte skin-to-skin, ich konnte stillen, sobald ich wieder wach war und hatte ausreichend Kuschelzeit im Kreissaal. Aber ich erinnere mich an keine einzige Minute. Es ist wie ein Filmriss, wie eine Erinnerung aus einem Traum blitzen einzelne Momente in mir auf, das erste woran ich mich bewusst erinnere sind die 10 Minuten vor der Verlegung auf Station. Wir haben Fotos von unserer Kuschelzeit und beim Ansehen frage ich mich "Wann ist DAS denn bitte passiert?". Ich erinnere mich nichtmal, wann unsere Fotografin gegangen ist, ich weiss nur, dass sie weg war als Mama in den Kreissaal kam. Diese Erinnerungslücke, das Verpassen nicht nur der Geburt, sondern der allerallerersten Momente, ist eines meiner grössten Probleme.
Des Weiteren: man kann es nicht wiederholen, denn man gebärt nur einmal. Zumindest dieses eine Baby. Das einzige, was einen möglicherweise heilen kann ist, ein weiteres Baby so zu gebären, wie man es sich wünscht - ohne Garantie auf Erfolg. Und natürlich ist es vollkommen abwegig, eine Geburtserfahrung schnellstmöglich durch eine weitere kompensieren zu wollen, vor allem, da nach einer Schnittentbindung mindestens ein Jahr vor der nächsten Schwangerschaft vergehen sollte.

Dann das Gefühl, versagt zu haben. Durch alle sozialen Schichten hindurch scheinen Frauen ein Kind nach dem anderen problemlos zu gebären- und man selber, die man sich monatelang auf diesen einen Moment vorbereitet hat, die man stundenlang Yoga gemacht und total entspannt in die ganze Erfahrung hineingegangen ist, schafft es nichtmal, eines ohne Hilfe zu bekommen. Das tut weh. Vor allem fragt man sich dann, als angehender Akademiker: "Wo würde ich jetzt sein, wenn ich im Mittelalter leben würde, wo nicht mal eben so ein Kaiserschnitt gemacht werden kann?" (Anmerkung: Ich denke heute, dass ich ohne die schnelle Verfügbarkeit einer Sektio problemlos spontan hätte gebären können)
Und die Narbe. Das verlorene Körpergefühl. Vielleicht ist das etwas, was auch auf Frauen, die spontan entbunden haben zutrifft, doch ist es bei einem Kaiserschnitt meiner Meinung nach noch verstärkt (was ich wiederum nicht ganz beurteilen kann, da ich noch nie spontan entbunden habe ;) ). Nicht nur die Schwangerschaft, auch die Geburt hinterlässt beim Kaiserschnitt eine Spur am Körper, welche einen immer daran erinnert, dass man aufgeschnitten wurde. Welche wochen- und monatelang schmerzt und ewig braucht, bis sie verblasst.

Zuletzt bin ich enttäuscht, dass ich derart vom Krankenhauspersonal übergangen worden bin. Irgendjemand muss überreagiert haben, sonst wäre es nicht zu diesem übereilten Entschluss gekommen. Natürlich kann ich nun denken, dass ich mich besser gegen diese Pläne hätte wehren sollen, doch in den Wehen ist das nicht so einfach. Diskutieren ist nicht möglich, man ist der Entscheidungsmacht der Ärzte komplett ausgeliefert.

Vielleicht hilft dieser Artikel denen, die bis heute nicht ganz nachvollziehen konnten, warum Kaiserschnittmütter auf gewisse Situationen oder Worte auf gewisse Weise reagieren oder, warum diese Erfahrung mich auch auch 5 Monate nach Tonys Geburt nicht loslässt.

Bis dahin verabschiede ich mich für heute.

Eure Wiebke

Montag, 29. Juni 2015

Hallo!

Ja, ihr seht richtig, fortunatechild gibt es jetzt auch auf Deutsch!
Natürlich ist es hier noch etwas leer, aber das wird sich sehr bald ändern. Ich bastele noch etwas an der Struktur meiner Posts, werde aber bald einsteigen. Ab nächster Woche Dienstag kommt also jeden Dienstag ein Tagebuch online und probiere ich Sonntags, interessante Dinge rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu posten mit dem Schwerpunkt auf Kaiserschnittentbindungen, da mich das Thema sehr beschäftigt.
Wenn ich schonmal dabei bin, möchte ich natürlich darauf hinweisen, dass dieser Blog meine persönliche Meinung darstellt und es natürlich erlaubt ist, sie zu teilen oder eben nicht - aber ich möchte nicht zerfetzt werden für meine Ansichten. Lange Rede, kurzer Sinn: seid nett zueinander.

Ganz viele Grüsse,

Viivi